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Erfolgsgeschichten

Der Chef bleibt draußen

Franchisenehmer Jens Wagner und Ernährungsberaterin Beate Leckel
Institutsleiter Jens Wagner und Ernährungsberaterin Beate Leckel. Foto: Torben Frieborg
Wagner Institut in Neu Isenburg
Wagner Institut in Neu Isenburg

Jens Wagner erklärt seine "eigene Firma" zur Tabuzone. "Schließlich ist Männern der Zutritt strengstens untersagt", lacht der Chef von fünf CaloryCoach-Instituten. Während die Frauen für ihre Traumfigur trainieren, liegt der Diplom-Betriebswirt allerdings nicht auf der faulen Haut. Er agiert im Hintergrund, kümmert sich um die betriebswirtschaftlichen Dinge. Im Umgang mit den abnehmwilligen Kundinnen setzt Jens Wagner auf seine Mutter und ihr Team. "Sie haben alles im Griff und sorgen mit ihrer freundlichen Art, klugen Ratschlägen und seelischen Streicheleinheiten dafür, dass die Kilos bei unseren CC-Mitgliedern nur so purzeln."

Die überflüssigen Pfunde seiner Mutter brachten den sportlichen und südländisch angehauchten Unternehmer überhaupt erst auf die Idee, ein Institut zu eröffnen. Das selbst auferlegte Zigarettenverbot bescherte Marie Wagner keineswegs ein besseres Lebensgefühl. Als sie das Rauchen aufgab, fingen ihre Gewichtssorgen an. Mit jedem ausgelassenen Zug am Glimmstängel nahmen die kleinen Polster an der Hüfte zu. Ohne ausreichende Bewegung wurde der Gang auf die Waage schließlich zur Qual. Marie Wagner, die ihre Ernährung trotz wachsender Problemzonen nicht einschränkte, war ratlos. Ein Zustand, der so gar nicht zu der selbstsicher und elegant auftretenden Frau passt. Sie gab nicht auf. Bei ihrer Suche nach Sportmöglichkeiten und einer Ernährungsberatung stieß sie auf CaloryCoach. "Dieses Konzept sagte mir sofort zu." Auch ihr Filius war begeistert: "Individuelle Ernährungsberatung, Gruppendiskussionen, Vorträge, Analysen; ein so reichhaltiges Angebot in Kombination mit einem Bewegungsprogramm gibt es kein zweites Mal." Jens Wagners unternehmerischer Ehrgeiz wurde geweckt - und das Institut in Langen im September 2005 eröffnet, 2006 folgte die Übernahme von Ober-Roden, 2007 wurden die Institute in Neu-Isenburg und Dieburg eröffnet und schließlich ein Jahr später das bestehende Institut in Dreieich übernommen.

Selbst die eher ungewöhnliche Konstellation, mit seiner Mutter zusammenzuarbeiten, konnte ihn nicht von seinem Expansionsgedanken abbringen. Heftige Diskussionen gehörten anfangs zur Tagesordnung. Die "Familien-Chefin" sprach von einem sanften Widerstand ihres "Firmenbosses". "Mittlerweile", sagt Marie, "ergänzen wir uns sehr gut". Junger Mann trifft auf Frau mit Erfahrung, lautet die erfolgreiche Kombination. Nicht selten schlüpft Marie Wagner in die Rolle der Seelenklempnerin: "Die Damen sollen sich wohl fühlen. Ich kenne und verstehe die Probleme meiner Kundinnen, kann mich gut mit ihnen identifizieren."

"Die Marke CaloryCoach hat mit seiner Kombination von intensiver und qualitativer Ernährungsberatung und Bewegung ein sehr wichtiges Alleinstellungsmerkmal. Wir holen Frauen ab, die sonst niemals in einem Fitnessstudio trainieren würden. Die Geräte sind speziell auch für übergewichtige Frauen ausgerichtet. Die Konzentration auf die Wohlfühlfigur können wir besser als jedes andere Unternehmen bedienen", argumentiert Jens Wagner für das Franchisesystem. Ein weiteres Argument für das Geschäftsmodell war das überschaubare Risiko. Die Investitionssumme ist verhältnismäßig gering, die Wachstumsfähigkeit dafür sehr groß. Durch Mundpropaganda und Kooperationen mit ortsansässigen Parfümerien oder Gaststätten vergrößerte der Institutsleiter in den vergangenen Jahren kontinuierlich seinen Kundenstamm, so dass mittlerweile viele hundert Pfunde pro Jahr und Institut abgenommen werden. Speisekarten mit Kalorienangaben, Kochen im Mütterzentrum und eigene Stammtische vermitteln eine familiäre Atmosphäre. Diese Stimmung spiegelt sich auch in den heimelig ausgestatteten Instituten wider. Dass das CaloryCoach-Konzept den erwünschten Erfolg bringt, kann sie ebenfalls weitergeben. Die selbstbewusste Frau hatte endlich wieder abgenommen. Momentan scheint allerdings der berufliche Werdegang ihres Sohnes im Vordergrund zu stehen. Der ehemalige Unternehmensberater schenkt mittlerweile einem 20-köpfigen Frauenteam in den fünf männerfreien Zonen sein absolutes Vertrauen. Wobei Jens Wagner zugeben muss, "dass ich meine eigene Firma wegen einiger Notfälle auch schon während der Öffnungszeiten betreten musste". In diesen Situationen verkrümelte er sich aber schnell hinter einen Vorhang. Und Mitarbeiterin Beate Leckel habe die kichernden Frauen auf die Frage, ob sich ein Mann hinter dem Vorhang befände, die passende Antwort gegeben. "Ich sagte, es sei der Nikolaus mit Geschenken. Schließlich sind hier normale Männer tabu."

  • Torben Frieborg


  • Kalkulierter Senkrechtstart

    In die Haut der Kundin zu schlüpfen, ist Sabine Marie Westphals Erfolgsrezept. Kurze Zeit nach der Eröffnung wurde ihr CaloryCoach-Institut in Rendsburg zum Stadtgespräch.

    Sabine Westphal ist eine der erfolgreichsten Franchisenehmerinnen. Eine umfassende Betreuung der Kundinnen ist ihr Erfolgsrezept.
    Sabine Westphal ist eine der erfolgreichsten Franchisenehmerinnen. Eine umfassende Betreuung der Kundinnen ist ihr Erfolgsrezept.
    Das erfolgreiches Institut in Rendsburg
    Das erfolgreiches Institut in Rendsburg
    Sabine Westphal inmitten ihrer Mitarbeiterinnen
    Sabine Westphal inmitten ihrer Mitarbeiterinnen

    Recht spät hatte Sabine Marie Westphal ihre Begeisterung für den Sport entdeckt. Die dreifache Mutter fing mit 40 Jahren zu joggen an, stellte ihre Ernährung um und nahm acht Kilo ab. Mutig meldete sie sich zum Rendsburger Stadtlauf und schaffte mit Erfolg ihren ersten Halbmarathon. "Alles ist möglich, wenn man es nur will", lautete fortan ihre Devise. Ganz ohne Fitnessstudio fand ihre Schwester in Bremen ihr persönliches Wohlfühl-Programm.

    Begeistert erzählte sie von CaloryCoach, den Ernährungstreffen, dem Training, der familiären Atmosphäre. "Mach doch ein CaloryCoach auf, Du schaffst das!", hatte ihre Schwester lapidar gesagt. Denn Sabine hatte zwischenzeitlich im Fitnessstudio aufgehört zu arbeiten. Zu jener Zeit hatte sie immer wieder gemerkt, dass viele Frauen jenseits der Barbiegrößen sich zwischen den Schönheitsköniginnen nicht lange wohl fühlten und oftmals nach wenigen Wochen das Handtuch warfen.

    Ihre Schwester steckte ihr ein Christine CaloryCoach Magazin in ihre Tasche. Sabine Westphal blätterte interessiert, fand immer mehr Gefallen an dem Konzept. Plötzlich stand ihr Mann mit einem ganzen Paket Infomaterial, das er von der CaloryCoach Holding angefordert hatte, vor seiner Frau. "Das ist genau dein Ding. Wir fahren mal einen Tag nach Hanau und hören uns das an."

    Sabine Westphal hatte durch ihre Tätigkeit im Fitnessstudio mitbekommen, wie viel Zeit für die Buchhaltung und Mitgliederverwaltung drauf geht. "Bei einem üppigen Kundenstamm wäre mindestens eine Halbtagskraft für die Verwaltung notwendig geworden. Das hat mich abgeschreckt". Nicht so im Franchisesystem. CaloryCoach bietet quasi das Rundum-Paket. "Ohne das Franchisesystem im Rücken hätte ich das nicht gemacht. Es hat mir sehr viel Sicherheit gegeben. Die Hilfe bei dem Werbekonzept, das einfache Abrufen der qualitativ hochwertigen Ernährungsvorträge und vieles mehr. Außerdem kann ich immer in der Holding nachfragen, wenn ich ein Anliegen habe." Bereits auf der Rückfahrt von Büdingen wurden lebhaft alle weiteren Schritte geplant. Was folgte, war symptomatisch für die Familie: Der Turbo lief auf Hochtouren, denn Sabine wollte unbedingt noch in diesem Herbst eröffnen. Die Immobiliensuche gelang den Westphals in atemberaubender Geschwindigkeit.

    In der Nähe des Einkaufszentrums Eiderpark - von ganz Rendsburg aus über die Bundesstraße gut erreichbar - wurde ein ehemaliger Lebensmittelmarkt umgestaltet. Die 135 qm sollten modern, hell und "nicht plüschig" angelegt werden. Inzwischen wurde Personal eingestellt und geschult und die ersten Promotiontermine geplant. Drei Tage wollte das Team mit einem Info-Stand auf dem Rendsburger Stadtfest - dem "Rendsburger Herbst" - werben und bewies mit der Planung dieses Events ein glückliches Händchen. "Wir hatten es geschafft, CaloryCoach war in aller Munde", erinnert sich Sabine Westphal. Und das bleibend. Denn bereits am Eröffnungstag informierten sich viele Interessierte vor Ort und wollten einfach nur starten. Sabine Westphal spricht nicht gerne darüber, aber die Rendsburger Eröffnung setzte neue Maßstäbe für CaloryCoach im ländlich strukturierten Raum. "Bereits nach wenigen Wochen hatten wir den Break-Even geknackt." Jeden Tag kamen neue Kundinnen herein. Zu Stoßzeiten hatte das Team alle Hände voll zu tun. Das engmaschige Coachen der Frauen ist für Sabine Westphal der Schlüssel zum Erfolg. "Wenn Sabine Westphal etwas macht, dann macht sie es hochprofessionell", ertönen lobende Worte aus dem Betreuerteam der CaloryCoach Holding. Der Anspruch ist hoch, der Ehrgeiz der Institutsleiterin groß. Und so kam es, dass viele Kundinnen sehr schnell die ersten Erfolge feierten. In dem sechsköpfigen Team arbeiten unter anderem zwei Fitnesstrainerinnen. Die Teamstärke ist notwendig, weil in recht kurzer Zeit ein großer Kundenstamm aufgebaut wurde. "Eine gute Betreuung ist uns allen und ganz besonders mir sehr wichtig. Das fundierte Ernährungsgespräch und das wöchentliche Wiegen gehören dazu. " Die meisten Kundinnen wollen natürlich abnehmen. Im Alleingang kann das schnell zur persönlichen Achterbahnfahrt der Gefühle werden. Mit viel Einfühlungsvermögen lenken Sabine Westphal und ihr Team das Unternehmen Gewichtsreduktion in die richtigen Bahnen. Der Erfolg gibt ihnen recht.



    Mit Herzblut zum Erfolg

    Franchisenehmerin Elke Seidscheck-Wolf baut auf ein bewährtes Konzept.
    Franchisenehmerin Elke Seidscheck-Wolf baut auf ein bewährtes Konzept.
    Verlässliches Ansprechpartner für Abnehmwillige in Alsdorf und Düren: Angelika Engel-Pohlen und Helene Virnich.
    Verlässliches Ansprechpartner für Abnehmwillige in Alsdorf und Düren: Angelika Engel-Pohlen und Helene Virnich.

    Die Branche brummt. Daran lässt Elke Seidscheck-Wolf keinen Zweifel. Das Statistische Bundesamt gibt ihr Recht: Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 51 % der erwachsenen Bevölkerung als übergewichtig eingestuft. Die Kinder, das bestätigt ein Ausflug ins Freibad, folgen nahtlos den Spuren ihrer Eltern. Um die Mütter, Schwestern und Omas kümmert sich Elke Seidscheck-Wolf seit rund fünf Jahren. Die 45-Jährige gehört zu den CaloryCoach-Pionieren. Bereits 2005 stand sie als Institutsleiterin in Langerwehe nahe Aachen im Zirkel und motivierte ihre Frauen zu einem gesünderen Lebensstil. Als sie CaloryCoach kennenlernte, dachte sie: „Das ist das erste Konzept, das wirklich funktioniert, weil die Ernährung und die Bewegung in einem Programm vereint sind.” Denn nur mit einem intensiven Coaching in Ernährungsfragen und einem kombinierten sinnvollen Bewegungsangebot steht der Abnehmerfolg auf einer gesunden Basis. Und die rasante Entwicklung des Franchisekonzepts aus Hessen sprach für den Erfolg. Die Mutter eines Sohnes und Kopf einer Patchworkfamilie kennt die Wirrungen im Seelenleben der Abnehmwilligen. Nach ihrer Schwangerschaft und einem Berufsalltag in der Süßigkeitenabteilung musste sie etwas für sich tun und fand sich zuerst als Servicekraft, dann als Trainerin in einem Fitnessstudio in Düren wieder. Ihre Chefs, die Familie Collas, eröffneten eines der ersten CaloryCoach-Institute außerhalb des ursprünglichen hessischen Verbreitungsgebiets. Die Tätigkeit in dem Ernährungs- und Bewegungsinstitut war eine Chance für Elke Seidscheck-Wolf, um ihre Fähigkeiten als „Aerobicmaus”, wie sie sich selbst bezeichnet, auszubauen und ihre beruflichen Perspektiven zu kanalisieren. „Den Spaß, den ich selbst am Sport hatte, habe ich umgemünzt.” Und eigentlich traute sich die Einzelhandelskauffrau selbst zu, ein eigenes Institut als Unternehmerin zu leiten. Schließlich bietet das Franchisesystem alle Möglichkeiten eines erprobten Geschäftsmodells, die stete Begleitung bei Kampagnen, die Unterstützung durch die erfahrenen Implementierungsteams und den direkten Draht zur Holding. Auch bieten die regelmäßigen Netzwerktreffen viel Platz für den Austausch mit anderen Franchisenehmern. Elke Seidscheck-Wolf übernahm 2008 mit ihrem Mann das bestehende Institut in Langerwehe, im Mai 2009 Alsdorf und eröffnete im Mai 2010 endlich ihr erstes eigenes Institut in Düren. Dieser Gedanke, auch selbst eine erfolgreiche Eröffnung durchzuziehen, nagte schon länger an ihr. Würde sie es schaffen? Jede Eröffnung ist mit einem erhöhten Adrenalinspiegel verbunden. Zu viel hängt von den ersten Wochen ab, um mit halber Kraft auf wirtschaftliche Wunder zu hoffen. Gut, wenn man sich die eigenen Erfahrungen oder auch die der anderen zunutze macht. Die enge Implementierung durch die Holding bietet ein Erfolgsmodell, das aus einem riesigen Pool aus Erfahrungen gewachsen ist, individuelle Gegebenheiten vor Ort berücksichtigt und auch an der Front mit einem erfahrenen Team unterstützt. Ende Mai, nach dem offiziellen Tag der Offenen Tür, knallten die Sektkorken. Sie hatte es geschafft. Der Break Even wurde bereits nach kurzer Zeit geknackt. Das vierte Institut ist bereits geplant, das fünfte nicht auszuschließen. Was macht einen guten Standort aus? Die Unternehmerin überlegt nicht lange. Ausreichende kostenfreie Parkplätze vor der Haustüre und die Raumatmosphäre. Die Einsehbarkeit? Sie zögert und führt das Beispiel Alsdorf an. Der bisherige Standort verschaffte ihrem Mann Frank zunächst Magenbeschwerden. Ein Ladenraum im hintersten Eck einer Einkaufspassage. Kein Kundendurchlauf. Bitte, dort hinten ist CaloryCoach? Die Umkleide war nur über den direkten Weg durch den Zirkel erreichbar. Trotzdem gelang es der energischen Rheinländerin den Kundenstamm innerhalb eines Jahres auf eine schmucke Zahl zu steigern. Seitdem geht es ständig bergauf. Die intensive Ernährungsberatung empfiehlt sie mit Nachdruck allen Frauen, die ins CaloryCoach-Institut kommen. „Wüssten die Frauen wirklich alles, dann wären sie nicht übergewichtig.” Ein Widerspruch, mit dem und ihr Team aufräumt. Elke Seidscheck-Wolf weiß genau, was sie von ihren Angestellten erwartet und verlangen kann. Eine Diätassistentin steht als Ansprechpartnerin für spezielle Ernährungsfragen zur Verfügung, eine Pysiotherapeutin gehört ebenfalls zum elfköpfigen Team. Ihr Mann Frank beschäftigt sich mit Steuererklärungen, der Wartung, Behördengängen, dem Marketing und hält seiner Frau in Familienangelegenheiten den Rücken frei. Und Elke Seidscheck-Wolf? Sie plant weiter.



    Von der Kundin zur Chefin

    Daniela Koch-Häger versprüht gute Laune beim Powerfrauen-Fotoshooting.
    Daniela Koch-Häger versprüht gute Laune beim Powerfrauen-Fotoshooting. Foto: CaloryCoach/Martin Manolitho Maiwald
    Dani Koch-Häger mit Ernährungsfachfrau Kristin Kolcava
    Dani Koch-Häger mit Ernährungsfachfrau Kristin Kolcava beim Auswerten von Ernährungsprotokollen. Foto: Myriam Lenz

    Daniela Koch-Häger lacht für ihr Leben gern. Die 42-Jährige tummelt sich auf dem gemütlichen Sofa in ihrer Wohnung. Die Tasse Kaffee steht vor ihr in greifbarer Nähe, ihr Lebensgefährte Jürgen Schwed sitzt ein Lächeln entfernt zu ihrer Linken. Immer wieder bestätigt er die turbulenten Ausführungen über die letzten Monate, in denen sie von der Sachbearbeiterin zur Chefin von zwei CaloryCoach-Instituten wurde. Das geschah innerhalb von vier Wochen. Undenkbar zuvor, jetzt unvorstellbar spannend.Daniela Koch-Häger kennt das System von der ersten Stunde an.
    Wenn auch aus der zweiten Reihe. Während ihre jüngere Schwester und ihr Mann die Anfänge des Abnehmkonzepts in 2004 mit aus der Taufe hoben und sie maßgeblich mitgestalteten, in den Jahren 2004 bis 2006 mit Bad Nauheim, Nidda, Gedern, Alzenau und schließlich Langenselbold ein Institut nach dem anderen eröffneten, trainierte Daniela fleißig, regelte die Buchhaltung und wurde stiller Zeuge einer rasanten Entwicklung. CaloryCoach wurde mehrfach unter den besten und am schnellsten wachsenden Franchiseunternehmen ausgezeichnet. Immer mehr Frauenmagazine bemühten sich um Erfolgsbeispiele aus der CaloryCoach-Schmiede. Nicht im Traum hätte Daniela Koch-Häger daran gedacht, dass sie selbst einmal auf der Unternehmerseite stehen würde. Sie freute sich über ihren Abnehmerfolg. Innerhalb von zwei Jahren hatte sie sich von einer unscheinbaren, beleibten und äußerst gemütlichen jungen Frau in ein schlankes und in Größe 38 passendes Energiebündel verwandelt. Ihr Gewicht hat die ehemalige Mitarbeiterin der Ärztlichen Verrechnungsstelle gehalten. Über ihrem Sofa hängt ein großes Bild, auf dem schlanke und ranke Gestalten durch eine afrikanisch anmutende Landschaft wandeln. „Slim” - zu Deutsch schlank - steht nun auch in ihrer Firmenbezeichnung. Die Abrechnungen der eigenen Geschäfte zu optimieren, ist das erklärte Ziel des jungen Paares. Langenselbold war das erste CaloryCoach-Institut, das die 400-Kunden-Marke knackte. Die Latte hängthoch. Erst einmal bewirkte das Paar etliche Neuerungen, die die Kundinnen Woche für Woche registrierten. Das Mobiliar wurde ausgetauscht, eine Powerbar eingerichtet, der Sanitär- und Umkleidebereich vergrößert, zwei weitere Räume dazugemietet, ein Check-in-System eingeführt, Geräte umgerüstet, eine Wunschzettelbox aufgestellt und vieles mehr. Sie ist nun häufig im neu eingerichteten Büro in Langenselbold anzutreffen. Schließlich hat sie zwei Teams zu führen und etliche Aufgaben zu delegieren. Sie bleibt in Reichweite ihrer Kundinnen. „Ich merkte auf einmal, wie viel Spaß mir der direkte Kontakt zu den Kundinnen macht”, erzählt Dani. In diesen Momenten ist sich Daniela Koch-Häger sicher, das Richtige getan zu haben. Anfängliche Vorsicht wurde in positive Energie umgewandelt. „Wir haben ein tolles Konzept, hinter dem ich voll stehe. Das gilt es auch zu verkaufen. Wer das kann, ist auf der sicheren Seite.” Nach den zahlreichen Umbaumaßnahmen in Langenselbold steht nun der Ausbau eines weiteren Raumes im Institut in Gedern an. Obwohl die Großgemeinde Gedern nur knapp 8.000 Einwohner zählt, hat die Vergangenheit bewiesen, dass auch in vergleichbar kleinen Städten genügend Potenzial für einen großen Kundenstamm besteht. Mit Kristin Kolcava leitet eine Diplom-Oecotrophologin das Institut. Für den sportlichen Bereich ist Sportkauffrau Irina Stibe verantwortlich. „Unsere Teams repräsentieren ein buntes Gemisch aus Fachlichkeit und verschiedenen Temperamenten, und das ist gut so”, erzählt Daniela Koch-Häger. Die Teams beider Institute rotieren, sind also an beiden Standorten präsent. „Wir arbeiten dran, dass beide Institute noch einheitlicher werden.
    „Eine klare Arbeitsverteilung gibt es auch im Hause Koch-Häger/Schwed. Während sich Jürgen Schwed in den Instituten in diskreter Präsenz übt, wirft er im Büro die Marketing-Maschinerie an, kümmert sich um die Technik und die EDV. Der Rest ist Frauensache. Erleichtert sind beide, dass die Übernahme erfolgreich über die Bühne gegangen ist und nun Zeit bleibt, sich um das Wesentliche zu kümmern. Eine Art Konsolidierungsphase, um dann unter den erfolgreichsten CaloryCoach-Instituten mitzumischen.



    Erfüllung im neuen Beruf

    Freundliche Begrüßung: Sabine Fritsche heißt neue Kundinnen herzlich willkommen.
    Freundliche Begrüßung: Sabine Fritsche heißt neue Kundinnen herzlich willkommen.
    Das Feuchter Team: Institutsleiterin Sabine Fritsche, Anne Schlotter, Beate Priem und Jutta Horschke. Es fehlt Andrea Wild.
    Das Feuchter Team: Institutsleiterin Sabine Fritsche, Anne Schlotter, Beate Priem und Jutta Horschke. Es fehlt Andrea Wild.
    „Feucht”-fröhliche Runde: Das CaloryCoach-Sommerfest wurde zünftig mit Spielen, Quiz, Kaffee und Kuchen gefeiert.
    „Feucht”-fröhliche Runde: Das CaloryCoach-Sommerfest wurde zünftig mit Spielen, Quiz, Kaffee und Kuchen gefeiert.

    Es war der 29. September 2005. Sabine Fritsche kann sich an den Tag genau erinnern. Sie war im Krankenhaus, um Knochenmark für einen Leukämie-Kranken zu spenden. „Am Abend vor der Operation saß ich vor der Klinik und tat das, was ich dreißigmal am Tag tat: Ich rauchte eine Zigarette.” Plötzlich unterbrach sie das vertraute Ritual und betrachtete eingehend den Glimmstengel, der ihr auf einmal wie ein ungebetener Gast erschien. „Wie abstrus”, dachte sie. „Auf der einen Seite versuche ich Leben zu retten und auf der anderen Seite verklebe ich meine eigene Lunge mit Nikotin und Teer.” Energisch erdrückte sie das glimmende Ende tief im Ascher. Damit ist jetzt Schluss.”

    Einen Entschluss zu fassen ist manchmal leicht, ihn durchzuziehen enorm schwer. Sabine hielt durch, doch der Entzug nagte an ihr. „Alles Essbare, was mir zwischen die Finger kam, stopfte ich rein.” Nicht ohne Folgen. Innerhalb von zwei Monaten legte sie zehn Kilo zu. Gesundheitsfanatiker würden vielleicht argumentieren, dass ein paar Kilos mehr auf den Hüften immer noch besser sind als eine geteerte Lunge. Wohlwollende Gesundheitstipps einem unter Entzug stehenden Ex-Raucher ins Gesicht zu fabulieren, zeugt von einem gewissen Leichtsinn. Denn auch die nettesten Menschen können zu einem Pulverfass mutieren. Insbesondere in dem Moment, wenn die Seele genau nach diesem Ungesunden lechzt. Bei Sabine waren es nun eben Lebensmittel. Eine Freundin fasste trotzdem den Mut und sprach Sabine an. Nicht mit gut gemeinten Weisheiten, sondern mit einer Lösung. In Neumarkt gebe es einen Laden, in dem man Sport treiben könne. Sport, das passt ja, dachte die 42-Jährige, die sich zu diesem Zeitpunkt als wohl unsportlichste Frau im Universum fühlte. Ernährungsberatung sei auch mit dabei.

    Sabine Fritsche packte ihren ganzen Mut und ihren jüngsten Sohn zur Verstärkung und machte sich auf den Weg ins CaloryCoach- Institut in Neumarkt. Sie witterte regelrecht ihre Chance. Sie trainierte drei bis viermal die Woche, brachte ihre Ernährung ins Lot und hatte nach circa einem Jahr ihr altes Gewicht wieder. Welch ein Glück!

    Auch beruflich stand ein Umbruch an: Die gelernte Krankenschwester pflegte zu dieser Zeit nachts einen älteren Herrn. Eine Tätigkeit, die ihr Spaß machte, jedoch auf Dauer eine Veränderung erforderte. Als ihr Patient starb, kam der Stein ins Rollen. „Mein Mann setzte mir daraufhin den Floh ins Ohr, doch selbst ein CaloryCoach-Institut zu eröffnen, was ich anfangs als völlig verrückt abtat.” Doch je länger sie sich mit dem Gedanken beschäftigte, umso besser konnte sie sich diese neue Aufgabe für sich vorstellen. Schließlich verfügte sie über Power. Die Rückendeckung ihrer Familie war ihr sicher. Ihr Mann wollte sich verstärkt in den Haushalt einbringen und ihre beiden Söhne Erik (17 Jahre) und Lorenz (13 Jahre) standen auch positiv zu diesem Vorhaben. Vom Angestelltenstatus in die Selbstständigkeit. Die Zeit war reif.

    „Von Anfang an war ihr klar, dass ich nur in Markt Feucht eröffnen würde.” Die Stadt liegt rund 13 Kilometer südöstlich von Nürnberg. In Markt Feucht hatte sie ihre Kindheit verbracht, kannte dort noch einige Leute, und alles war ihr sehr vertraut. In Feucht leben 13.000 Einwohner. Eine übersichtliche Zahl und doch, durch die Anbindung an Nürnberg, ist es nicht allzu ländlich. „Ich hatte gleich ein gutes Gefühl.” Im Laufe der nächsten drei Monate wurden die Pläne konkret, und sie machte sich mit Hilfe eines Immobilienmaklers auf die Suche nach geeigneten Räumen. „Leicht war es nicht, doch in der Bahnhofstraße 14 wurden wir schließlich fündig.” Dort hatte es zwar zuvor einen regen Wechsel der Geschäfte gegeben, jedoch war sie im Gegensatz zu manch anderen nicht auf Laufkundschaft angewiesen. Es waren genügend Parkplätze vorhanden, die Raumfläche von 120 qm stimmte. „Das passt.” Einige bauliche Veränderungen standen an: Eine Wand wurde neu gesetzt, gefliest und natürlich gestrichen. Parallel begann Sabine Fritsche damit, geeignete Mitarbeiterinnen zu suchen und fand diese glücklicherweise relativ zügig. „Drei Frauen aus Feucht und der Umgebung sollten mich bei meinem Vorhaben unterstützen. Nach eingehender Schulung in Hanau waren Anne Schlotter, Beate Priem und Jutta Horschke für die Betreuung gerüstet. Andrea Wild verstärkt neuerdings das Team. Nach zwei Monaten Umbau folgte im Mai 2007 die Eröffnung: Alle waren nervös und gespannt. Das Team aus dem benachbarten Neumarkt unterstütze die Neulinge am Tag der Eröffnung. Der Anfang war getan, und die Feuchterinnen nahmen das CaloryCoach von Beginn an gut an und schwärmten im Freundes- und Bekanntenkreis von den Vorteilen des Calory- Coach-Programms. Innerhalb vier Monaten war der „Break-even-Point” geschafft.

    In den ersten Monaten sammelte das Team die „abgenommenen Kilo” in Form von bunten Steinen in einer großen Glasvase. Als diese voll war, wurden die Steine in Euro umgewandelt und dem hiesigen Kindergarten gespendet. Es waren immerhin 280 Kilo beziehungsweise Euro. „Mittlerweile würden wir eine ganze Kiesgrube für die Steine benötigen.” Aus Platzgründen wurde darauf verzichtet. Möglichkeiten, sich über das Calory- Coach-Konzept zu informieren, bot das Feuchter Team bei zahlreichen Anlässen. Mit einem Infostand und Gratis-Schokolade nahmen sie an der Einweihung eines Walking- Parcours teil. Vertreten sind sie ebenso auf Baustellenfesten. Baustellen gab es in Feucht in dieser Zeit zuhauf. Kinderfeste in Burgthann oder im Feuchter Freibad standen ebenso auf dem Programm.

    Die familiäre Atmosphäre im Institut ist Sabine Fritsche besonders wichtig. „Man trifft sich, fühlt sich wohl, hat Spaß an der Bewegung, führt gute Gespräche und startet mit neuer Energie in den noch verbleibenden Tag.” Unlängst kam eine Frau aus der Nachbarschaft in das Institut. „Ich hör Euch immer lachen, da will ich auch mitmachen.” Seitdem kommt sie jeden Tag und ist mittendrin. Freundschaften entstehen, und etliche Frauen unternehmen auch nach dem Sport noch viele Dinge gemeinsam. Weihnachtsfeiern mit legendären Auftritten einiger Kundinnen, aber auch ein Sommerfest mit Grillen, Spielen, Kaffee und Kuchen und Quiz runden die Sache ab. Viele Frauen haben schon ihr Wunschgewicht erreicht. Karin Rödig begann im Februar 2009 mit 84 Kilo und hatte Mitte Oktober ihr Wunschgewicht von 69,9 Kilo erreicht. Nun heißt es Halten, denn das „Einprogrammieren” des neuen biologischen Individualgewichts gehört zu einer Gewichtsreduktion nun mal dazu. Mit intensiver Betreuung sollte dies kein Problem sein. Oder Inge Gesell: Sie ist seit Juni 2008 mit von der Partie und hat in dieser Zeit ihre Kleidergröße von 48 auf 40 reduziert, das entspricht einem Gewichtsverlust von 25 Kilo.

    Die älteste Kundin ist 75 Jahre alt, hat schon 13 Kilo abgenommen und ist überglücklich. „Manchmal kommen Frauen ins Institut, gebeutelt von erfolglosen Diäten und Selbstversuchen. Sie bezeichnen CaloryCoach als allerletzte Chance. Wenn dann die Pfunde purzeln, ist das mindestens genau so viel wert wie der geschäftliche Erfolg. Das motiviert, und es ist mir wichtig, dass mich mein Beruf erfüllt.” Das eigene Engagement bestimmt den Erfolg. Und dieser rechtfertigt für die zweifache Mutter auch mal die ungeliebten Stunden in der Buchhaltung. Die gehören nun mal dazu.

    Grund zum Jubeln hat Sabine Fritsche genug. Das Zehn-Wochen-Intensivprogramm schlug wie eine Bombe ein. In den ersten drei Wochen nahmen die 41 daran teilnehmenden Kundinnen schon 120 Kilogramm ab. Ein toller Ansporn für alle anderen, sich ebenfalls ans nächste Intensivprogramm zu wagen. Auch wenn der Alltag heute ein paar mehr Überraschungen für Sie bereithält, „die Entscheidung für das eigene Institut war die richtige”, ist sich Sabine Fritsche heute gewiss. Sicher ist auch, dass sie für ihren eigenen Erfolg selbst die Strippen zieht. Und das beruhigt enorm.



    Die Bilanz stimmt

    Maria Göbel steht den Frauen beim Kampf gegen überflüssige Pfunde seit drei Jahren zur Seite. Die Bilanz der 43-Jährigen stimmt: Während ihre Kundinnen Gewicht verlieren, nimmt die Zahl der von ihr geführten CaloryCoach-Institute kontinuierlich zu. Aktuell vermittelt sie den Abnehmwilligen an sieben Standorten ein besseres Lebensgefühl.

    Erfolg im Team: Maria Göbel und die beiden Diätassistentinnen Stefanie Schnellbacher und Christine Lazarus.
    Erfolg im Team: Maria Göbel (m.) und die beiden Diätassistentinnen Stefanie Schnellbacher und Christine Lazarus arbeiten für CaloryCoach an der Weiterentwicklung des Ernährungs- und Betreuungskonzeptes.
    Abnehmen und Buchführung mit Spaß: Bei Maria Göbel stimmen Tagesbilanz und Abrechnung.
    Abnehmen und Buchführung mit Spaß: Bei Maria Göbel stimmen Tagesbilanz und Abrechnung.

    Ihr Geschick im Umgang mit Zahlen stellte Maria Göbel bereits während ihrer Tätigkeit im Einkaufsmanagement der Dresdner Bank unter Beweis. Nur das sportliche Element fehlte der seit dem 16. Lebensjahr als Übungsleiterin aktiven Powerfrau. „Warum nicht das Hobby zum Beruf machen”, fragte sich die ausgebildete Ernährungs-, Sport-Reha-, Gesundheits- sowie Cardio-Trainerin und begab sich auf die Suche nach einem geeigneten Modell. Im Oktober 2005 entdeckte sie auf der Fachmesse BodyLife das CaloryCoach-Konzept. Vier Wochen später unterschrieb sie ihren ersten Franchise-Vertrag. Im Januar 2006 öffnete das Institut in Wörth seine Pforten. Es folgten die Standorte Elsenfeld, Großostheim, Groß-Umstadt, Großheubach, Michelstadt und im April 2008 Höchst. Seit Beginn des Jahres haben Maria Göbel und ihr Mann Markus dem ständig steigenden Verwaltungsaufwand Rechnung getragen und ein Office mit vier Büros, Besprechungsraum und Warenlager bezogen. Mittlerweile beschäftigt das Ehepaar, das in diesem Jahr die Eröffnung weiterer Institute plant, 40 Mitarbeiter.
    Die Göbelsche Firmenwelt entwickelte sich in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt zu einem Vorzeigeobjekt. Schritt für Schritt müssen auch die Frauen auf ihrem Weg zum Traumgewicht vorgehen. Abkürzungen gibt es nicht. Keine Wundermittelchen für Muskeln oder gegen Fett.
    Das Team um Maria Göbel fängt die aus dem Gleichgewicht geratenen Frauen in dieser schwierigen Situation auf. Die Chefin weiß: „Jede Kundin hat ihre eigenen Probleme und Bedürfnisse, für die wir ein individuelles Programm erstellen müssen.” Neben einer kompetenten Betreuung sei dann vor allem Einfühlungsvermögen gefragt.
    Aber: Abnehmen gibt es auch bei CaloryCoach nicht zum Nulltarif. Deshalb ist Bewegung im Gerätezirkel angesagt. Hier sind die Sport-Reha-Trainerin und ihr geschultes Personal ebenfalls gefordert. „Viele Frauen haben bereits körperliche Wehwehchen, auf die wir eingehen müssen.” Unter ihrer Führung lautet die Zauberformel „Fett weicht Muskeln”. Im Kreise Gleichgesinnter geht es den Speckpölsterchen an den Kragen, und die Gruppendynamik verdrängt den letzten Gedanken, dem inneren Schweinehund doch lieber aufs gemütliche Sofa zu folgen. Der Lohn: ein ausgeglichenes Bewegungskonto.
    Um die Kundinnen noch besser unterstützen zu können, arbeitet Maria Göbel derzeit mit dem Ernährungs-Arbeitskreis der Holding an der Weiterentwicklung des Ernährungs- und Betreuungskonzeptes. Sie spricht von einer spannenden Aufgabe, die viele Möglichkeiten biete. Unterstützt wird sie dabei von den beiden Diätassistentinnen Stefanie Schnellbacher und Christine Lazarus. „Wir haben so viel Potenzial unter unseren Franchise-Nehmern, tolle Ideen und Wissen, das wir im System nutzen können. Je stärker die Marke CaloryCoach, desto erfolgreicher wird letztlich jedes einzelne Institut - und das kommt natürlich auch unseren Kundinnen zu gute.”
    Schon jetzt versorgt das Team der zweifachen Mutter „seine” Frauen mit reichlich Praxiswissen zum Thema „Ernährung”. „Es fängt beim Einkaufen an, geht mit der Zubereitung weiter und hört mit der Menge auf dem Teller auf.” Die Franchise-Beiratsvorsitzende zeigt zudem, dass beim Abnehmen die Freude am Schlemmen nicht auf der Strecke bleibt und bewusstes Essen nicht zwingend etwas mit fett- und geschmacksfreien Schlechte-Laune-Mahlzeiten zu tun haben muss. Erlaubt sei im Prinzip alles. „Nur die Tagesbilanz muss stimmen.”
    Markus Göbel, seit 2007 ebenfalls in vollem Umfang für CaloryCoach aktiv, hält den Spaßfaktor für entscheidend. „Bücher über Diäten wurden reichlich geschrieben. Das Wissen im Kopf reicht nicht aus; die Frauen müssen motiviert an die Sache herangehen. Es bedarf jeden Tag einer gesunden Einstellung, um gegen die Pfunde ankämpfen zu können.”
    All das vermittelt Familie Göbel mit Überzeugung. Fünf Kundinnen sind derart auf den Geschmack gekommen, dass sie den Weg in die Selbständigkeit gewagt haben und nun Franchise-Nehmerinnen sind. Mit schwer verdaulicher Kost hätte das nicht funktioniert. „Deshalb stehen wir nach wie vor zu hundert Prozent hinter dem CaloryCoach-Konzept”, spricht Markus Göbel auch für seine Frau. Obwohl Maria Göbel sich aufgrund der vielen Arbeit manchmal teilen könnte, gerät ihr Leben nicht ins Ungleichgewicht. Unterm Strich gehen beide in ihrem Job auf. Und die Tagesbilanz stimmt wieder.



    Kalkulierter Senkrechtstart

    Wer seit jüngster Kindheit Rettungsringe um die Hüften trägt, kann nachempfinden, wenn der Gang auf die Waage nackte Panik auslöst. Ihre Erfahrungen gibt Sabine Schreiber seit Februar 2007 im Stuhrer und seit 2009 im Syker CaloryCoach-Institut an ihre Kundinnen weiter. Sie tut es voller Überzeugung.

    Sabine Schreiber und ihr Team
    Sabine Schreiber und ihr Team
    Freundliche Beratung ist bei Sabine Schreiber selbstverständlich
    Freundliche Beratung ist bei Sabine Schreiber selbstverständlich
    Sabine Schreiber mit ihren Frauen im Institut
    Sabine Schreiber mit ihren Frauen im Institut

    „In meinem Leben hat es bislang nichts Besseres gegeben“, sagt die 40-Jährige, die sich rückblickend nur moppelig kennt. „Wir waren fünf Kinder, hatten wenig Geld und aßen immer sehr fettig.“ Ihr Körper nahm die gewichtige Nahrung nur allzu gerne auf. Es folgten Diäten auf Diäten. „Bis ich zunahm, obwohl ich nichts mehr gegessen habe.“ Am Ende schien sich ihr Umfang schon beim Anblick von Lebensmitteln zu vergrößern. Sabine Schreiber war endgültig an einem Punkt angelangt, an dem sie nicht mehr weiter konnte. Nämlich bei 99 Kilogramm. Verteilt auf 1,60 Meter Körpergröße. Für die gelernte Hauswirtschafterin und Hotelfachfrau gab es nur einen Weg aus der Kalorienfalle: die Ausbildung zur Ernährungsberaterin.

    Auf den Geschmack gekommen, gab Sabine Schreiber ihr aufgesogenes Wissen an ihre Leidensgenossinnen weiter. „Und als mich die anderen Übergewichtigen fragten, ob ich meine Vorträge nicht mit sportlichen Aktivitäten verbinden könnte, machte ich mich auf die Suche nach Kooperationspartnern.“ Besonders wichtig für ihre Kundinnen war, „dass sie unter Gleichgesinnten bleiben wollten“.

    Da passte das von ihrem Lebensgefährten Stefan Brüssler in Findorff entdeckte CaloryCoach-Institut bestens ins Konzept. Die Kombination aus Ernährung und Bewegung brachte das Nordlicht mit den rötlich leuchtenden Haaren auf den Geschmack. Sie wollte mit Übergewichtigen zusammenarbeiten und hatte einige Konzepte verglichen. Die Möglichkeit als Franchisenehmerin von den Erfahrungen anderer zu profitieren, überzeugte sie. „Wir sind vernetzt, können Fragen stellen, es ist immer jemand da. Man kann sich zusammenschließen, erhält neue Ideen und kann sich weiterentwickeln.“ Allein wäre das schwieriger. Sabine Schreiber bezeichnet sich als überzeugte Franchisenehmerin.

    Fünf Monate später eröffnete sie ihr „eigenes Reich“. Die bis dato hauptberufliche Straßenbahnfahrerin, die sich als menschenfreundlichen Teamspieler bezeichnet, stellte die Weichen schnell auf Erfolg. Dank des nötigen Ehrgeizes, einer 40-Stunden-Woche und der Unterstützung ihres Partners („Stefan hält mir Kopf und Rücken frei“) „lag und liege ich vor meiner Zielplanung“. Den Grund dafür liefert die Powerfrau postwendend: „Meine Kundinnen fühlen sich von mir verstanden und aufgenommen. Mit CaloryCoach kann ich ihnen eine Qualitätssteigerung verschaffen.“ Dabei handelt die Mutter einer 13-jährigen Tochter nach folgender Devise: Gib den Frauen ein kleines Stück von dir – und du kriegst es doppelt zurück. Heißt im Klartext: Sind die Abnehmwilligen zufrieden, sorgen sie mit ihrer Mundpropaganda für neue Mitglieder.

    Das Wohlfühlen fällt den Kundinnen angesichts der gemütlichen Instituts-Atmosphäre nicht schwer. Mittlerweile habe sich eine private Stimmung eingestellt. „Die Frauen sprechen über Probleme, können hier aber auch abschalten“, betont Sabine Schreiber. Neben der Seelenpflege kommen körperliche Ertüchtigung und Ernährungsvorträge nicht zu kurz. Die ehemalige Hauswirtschafterin zeigt, wie man mit einfachen Tricks vollwertiger sowie bewusster kochen und backen kann. „Allerdings sollen meine Frauen nicht auf alles verzichten müssen. Sie dürfen ohne schlechtes Gewissen auch mal Tacos verspeisen. Wenn dafür das Mittagessen wegfällt, passt es wieder.“

    In ihrer Rolle als Beraterin müsse Sabine Schreiber Kritik freundlich verpacken. „Ich kann nicht sagen, ‚du isst zu viel‘. Vielmehr weise ich diejenige dezent auf ihre Tagesbilanz hin.“ Und das mit Erfolg, wie das Ergebnis einer Kundin zeigt, die über 40 Kilogramm abgenommen hat.

    Im August 2009 eröffnete das Team ein weiteres Institut im zehn Kilometer entfernten Syke und startete noch besser als in Stuhr. „Es war der richtige Zeitpunkt. Die Frauen in Syke haben auf uns gewartet“, resümiert Sabine Schreiber. Der Zulauf ist so gut, dass die meisten Kundinnen durch Mund-Zu-Mund-Propaganda ins Institut finden. Eine preisgünstigere und überzeugendere Werbung gibt es nicht.